Innerbetrieblicher Deeskalationsmanager (IHK) (m/w/d) – Präsenz
Eskalationsrisiken erkennen und in kritischen Situationen deeskalierend handeln
Arbeitgeber sind in Deutschland grundsätzlich rechtlich verpflichtet, ihre Beschäftigten vor Gefahren für Leben und Gesundheit zu schützen. Diese Pflicht ergibt sich nicht nur aus einem einzelnen „Schutzkonzept-Gesetz“, sondern aus mehreren Rechtsquellen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes.
Der Zertifikatslehrgang qualifiziert Dich dazu, Eskalationsrisiken im betrieblichen Alltag frühzeitig zu erkennen, Konfliktdynamiken professionell einzuordnen und in herausfordernden Situationen deeskalierend zu handeln. Darüber hinaus werden Grundlagen der Eigensicherung und physischen Selbstverteidigung vermittelt – ausschließlich für Situationen, in denen deeskalierende Kommunikation oder Flucht nicht mehr möglich sind.
Das Konzept orientiert sich an anerkannten Standards der Deeskalation wie Konfliktanalyse, Eskalationsstufen, Gesprächsführung, Körpersprache, Selbstreflexion, sowie zur Teilnahme an praxisorientierten Übungen und Rollensettings.
Teilnahmevoraussetzungen und Ablauf:
Für die Teilnahme werden keine zwingenden formalen Bildungsabschlüsse vorausgesetzt. Empfehlenswert sind jedoch berufspraktische Erfahrungen in Funktionen mit Kunden-, Publikums-, Mitarbeiter-, Führungs- oder Schnittstellenkontakt bzw. in Tätigkeiten mit erhöhtem Konflikt- und Eskalationspotenzial. Teilnehmende sollten über ausreichende deutsche Sprachkompetenz in Wort und Schrift\ verfügen, um Gesprächsführung, Fallbearbeitung und Abschlusspräsentation sicher bewältigen zu können. Auch wird die Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit, zur Selbstreflexion sowie zur Teilnahme an praxisorientierten Übungen und Rollensettings erwartet.
Für die praxisorientierten Lehrgangsanteile im Bereich Eigensicherung und Selbstverteidigung ist eine normale körperliche Belastbarkeit erforderlich; die Teilnahme erfolgt im Rahmen sicherer, angeleiteter Trainingssituationen und unter Beachtung individueller gesundheitlicher Einschränkungen.
Der Lehrgang umfasst 2 Module à 3 Tage. Am letzten Tag des 2. Moduls erfolgt der Abschluss mit einer individuellen Abschlusspräsentation. Für den Zertifikatserwerb werden regelmäßige Teilnahme und eine erfolgreiche Abschlussleistung vorausgesetzt.
Kernthemen
Modul 1 : Grundlagen der Deeskalation und professionelle Gesprächsführung
Tag 1: Grundlagen, Rollenverständnis und Eskalationsdynamiken
Einführung in das Aufgabenprofil des innerbetrieblichen Deeskalationsmanagers, Relevanz von Gewaltprävention im Unternehmen, Risikosituationen im Arbeitsalltag, Rollen- und Verantwortungsabgrenzung. Grundlagen von Konflikten und Aggression, Eskalationsstufen, Frühwarnsignale, Stress- und Triggermechanismen, Bedeutung von Selbstwahrnehmung und Haltung in angespannten Situationen.
Tag 2: Deeskalierende Kommunika8on und situa8ves Verhalten:
Grundlagen der deeskalierenden Gesprächsführung, aktives Zuhören, Fragetechniken, klare Grenzsetzung, wertschätzende Sprache, Umgang mit Provokationen und Widerstand. Wirkung von Stimme, Körpersprache, Distanzzonen und Positionierung. Praktische Übungen zu typischen Gesprächssituationen, Umgang mit emotionalisierten Personen und taktisches Verhalten in angespannten Kontakten.
Tag 3: Recht, Präven8on und Transfer in den Betriebsalltag:
Rechtliche Grundlagen im Umgang mit Konflikt-, Bedrohungs- und Gewaltsituationen, Fürsorgepflicht, Notwehr/Nothilfe, Verhältnismäßigkeit und Dokumentation. Präventive Maßnahmen im Unternehmen, Meldewege, Schnittstellen zu Führung, HR, Arbeitsschutz und Sicherheitsorganisation. Bearbeitung betrieblicher Fallbeispiele, Reflexion eigener Handlungsstrategien und Transferaufgaben für die Praxis bis Modul 2.
Modul 2: Vertiefung, Eigensicherung und Abschluss
Tag 1: Vertiefung, Fallarbeit und innerbetriebliche Umsetzung:
Auswertung der Transferaufgaben, Analyse realer oder typischer betrieblicher Konfliktlagen, Vertiefung von Interventionsstrategien in unterschiedlichen Eskalationsgraden. Entwicklung innerbetrieblicher Handlungsleitlinien, Unterstützung von Teams und Führungskräften, Nachbereitung von Vorfällen, kollegiale Fallberatung und Aufbau von Handlungssicherheit im betrieblichen Kontext.
Tag 2: Physische Selbstverteidigung und Eigensicherung in Hochrisikosituationen:
Grundprinzipien der Eigensicherung, Gefahrenerkennung, Selbstschutz, Befreiungs- und Schutztechniken im Rahmen der Verhältnismäßigkeit sowie Verhalten in hoch eskalierten Situationen, in denen Kommunikation oder Flucht nicht möglich sind. Fokus auf Schutz, Entkommen, Hilfe holen und Minimierung von Schäden. Praktische Übungen unter Sicherheitsaspekten, Einbettung der körperlichen Maßnahmen in ein gesamtheitliches Deeskalationskonzept und klare Abgrenzung zur unangemessenen Gewaltanwendung.
Tag 3: Abschluss/Prüfungstag:
Wiederholung und strukturierte Zusammenführung der Lehrgangsinhalte, Vorbereitung auf die Abschlussleistung sowie individuelle Abschlusspräsentationen der Teilnehmenden. Gegenstand der Präsentation ist ein praxisbezogenes Konzept, Fallbeispiel oder Umsetzungsansatz für die Rolle des innerbetrieblichen Deeskalationsmanagers im eigenen oder in einem exemplarischen Unternehmenskontext. Bewertungskriterien sind insbesondere Praxisbezug, fachliche Stringenz, Umsetzbarkeit, Reflexionsfähigkeit und sichere Darstellung. Abschließendes Feedback und Auswertung des Lehrgangs.
Zielgruppe: (m/w/d) Mitarbeitende mit Kunden-, Publikums-, Führungs- oder Schnittstellenkontakt sowie Personen mit interner Multiplikatorenfunktion
Arbeitgeber sind in Deutschland grundsätzlich rechtlich verpflichtet, ihre Beschäftigten vor Gefahren für Leben und Gesundheit zu schützen. Diese Pflicht ergibt sich nicht nur aus einem einzelnen „Schutzkonzept-Gesetz“, sondern aus mehreren Rechtsquellen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes.
Der Zertifikatslehrgang qualifiziert Dich dazu, Eskalationsrisiken im betrieblichen Alltag frühzeitig zu erkennen, Konfliktdynamiken professionell einzuordnen und in herausfordernden Situationen deeskalierend zu handeln. Darüber hinaus werden Grundlagen der Eigensicherung und physischen Selbstverteidigung vermittelt – ausschließlich für Situationen, in denen deeskalierende Kommunikation oder Flucht nicht mehr möglich sind.
Kernthemen
Modul 1 : Grundlagen der Deeskalation und professionelle Gesprächsführung
Tag 1: Grundlagen, Rollenverständnis und Eskalationsdynamiken
Einführung in das Aufgabenprofil des innerbetrieblichen Deeskalationsmanagers, Relevanz von Gewaltprävention im Unternehmen, Risikosituationen im Arbeitsalltag, Rollen- und Verantwortungsabgrenzung u.v.m.
Tag 2: Deeskalierende Kommunika8on und situatives Verhalten:
Grundlagen der deeskalierenden Gesprächsführung, aktives Zuhören, Fragetechniken, klare Grenzsetzung, wertschätzende Sprache u.v.m.
Tag 3: Recht, Prävention und Transfer in den Betriebsalltag:
Rechtliche Grundlagen im Umgang mit Konflikt-, Bedrohungs- und Gewaltsituationen, Fürsorgepflicht, Notwehr/Nothilfe, Verhältnismäßigkeit und Dokumentation. u.v.m.
Modul 2: Vertiefung, Eigensicherung und Abschluss
Tag 1: Vertiefung, Fallarbeit und innerbetriebliche Umsetzung:
Auswertung der Transferaufgaben, Analyse realer oder typischer betrieblicher Konfliktlagen, Vertiefung von Interventionsstrategien in unterschiedlichen Eskalationsgraden. Entwicklung innerbetrieblicher Handlungsleitlinien u.v.m.
Tag 2: Physische Selbstverteidigung und Eigensicherung in Hochrisikosituationen:
Grundprinzipien der Eigensicherung, Gefahrenerkennung, Selbstschutz, Befreiungs- und Schutztechniken im Rahmen der Verhältnismäßigkeit sowie Verhalten in hoch eskalierten Situationen, in denen Kommunikation oder Flucht nicht möglich sind. u.v.m.
Tag 3: Abschluss/Prüfungstag:
Dozent (m/w/d):
Birgit Schweidler, BS Seminare